Berner Fachhochschule - Wenn Räume da sind, wo sie gebraucht werden
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[Case Study][Bildung]

Wenn Raumdaten automatisch dort sind, wo sie gebraucht werden

Berner Fachhochschule (BFH)

·6 Min. Lesezeit·Tobias JoderTobias Joder

Wenn Raumdaten automatisch dort sind, wo sie gebraucht werden

Räume sind mehr als Nummern in einem Gebäudeplan. Sie sind Arbeitsorte, Lernräume, Sitzungszimmer, Veranstaltungsflächen, Servicepunkte und ein wichtiger Teil der täglichen Nutzererfahrung. Genau deshalb müssen Raumdaten stimmen: Standort, Gebäude, Raumtyp, Kapazität, Bestuhlung und Ausstattung entscheiden darüber, ob eine Buchung sinnvoll ist, ob ein Meeting reibungslos funktioniert und ob Facility- und Hospitality-Teams effizient arbeiten können.

Bei der Berner Fachhochschule zeigt sich dieser Anspruch besonders deutlich. Verschiedene Standorte, Gebäude und Räume müssen konsistent verwaltet werden. Gleichzeitig sollen Nutzerinnen und Nutzer in 3V ROOMS verlässliche Informationen sehen, wenn sie Räume suchen, buchen oder mit zusätzlicher Ausstattung planen.

Die Lösung: waveware bleibt das führende System für die infrastrukturellen Stammdaten. 3V ROOMS übernimmt diese Daten automatisiert und macht sie dort nutzbar, wo Buchungen, Services und operative Abläufe stattfinden.

Der Use Case: Gebäudedaten und Buchungsprozesse verbinden

In vielen Organisationen entstehen Raumdaten an einer Stelle, werden aber an vielen anderen Stellen gebraucht. Das Facility Management pflegt Standorte, Gebäude, Räume und Ausstattungen im CAFM- oder Gebäudemanagement-System. Hospitality-Teams, Empfang, interne Services und Mitarbeitende arbeiten hingegen in Buchungs- und Serviceprozessen.

Ohne Integration entsteht schnell Reibung:

  • Räume müssen doppelt gepflegt werden.
  • Änderungen an Bezeichnungen, Kapazitäten oder Ausstattung kommen verspätet in der Buchungsplattform an.
  • Veraltete Raumdaten führen zu falschen Erwartungen bei Nutzerinnen und Nutzern.
  • Facility- und Hospitality-Teams müssen Rückfragen klären, die eigentlich durch saubere Stammdaten vermeidbar wären.
  • Nicht mehr verfügbare Räume bleiben sichtbar und können operative Prozesse stören.

Die Integration zwischen waveware und 3V ROOMS schliesst genau diese Lücke. Sie verbindet das System der baulichen und infrastrukturellen Wahrheit mit der Plattform, in der Räume gebucht und genutzt werden.

Was integriert wird

Der BFH waveware Import synchronisiert zentrale Raum- und Infrastrukturdaten automatisiert nach 3V ROOMS. Dazu gehören:

  • Standorte
  • Gebäude
  • reservierbare Räume
  • Raumtypen
  • Bestuhlungen und Kapazitäten
  • fest zugeordnete Ausstattung
  • Equipmenttypen

Nur Räume, die in waveware als reservierbar markiert sind, werden in 3V ROOMS übernommen. Damit bleibt die Buchungsplattform auf die Räume fokussiert, die für den Alltag tatsächlich relevant sind.

Der Mehrwert: weniger Pflegeaufwand, bessere Daten, bessere Erlebnisse

Eine solche Integration ist kein rein technisches Projekt. Sie schafft operative Qualität.

Für Facility Manager bedeutet sie: Raumstammdaten werden dort gepflegt, wo sie fachlich hingehören. Änderungen an Gebäuden, Raumbezeichnungen, Kapazitäten oder Ausstattung müssen nicht manuell in mehreren Systemen nachgezogen werden.

Für Hospitality- und Service-Teams bedeutet sie: Buchungsdaten sind näher an der Realität. Wenn ein Raum mit bestimmter Bestuhlung oder fixer Ausstattung gebucht wird, basiert diese Information auf gepflegten Stammdaten aus dem führenden System.

Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet sie: Die Suche nach einem passenden Raum wird verlässlicher. Wer einen Raum mit bestimmter Kapazität oder Ausstattung benötigt, kann sich stärker auf die Angaben in 3V ROOMS verlassen.

Für IT- und Applikationsverantwortliche bedeutet sie: Datenflüsse werden nachvollziehbar, konfigurierbar und betreibbar. Der Import läuft als Hintergrunddienst, kann geplant ausgeführt werden und meldet Fehler oder geänderte Bezeichnungen an definierte Empfänger.

Aus Stammdaten werden nutzbare Buchungsinformationen

Die Stärke der Integration liegt darin, dass technische Stammdaten in konkrete Buchungsqualität übersetzt werden.

Ein Standort aus waveware wird in 3V ROOMS als Standort geführt. Gebäude werden darunter strukturiert. Reservierbare Räume werden als Raumressourcen angelegt oder aktualisiert. Raumtypen helfen bei Suche, Gliederung und Auswertung. Bestuhlungen machen Kapazitäten planbar. Equipment wird als feste Ausstattung dem jeweiligen Raum zugeordnet.

So entsteht eine durchgängige Informationskette: vom Gebäudemanagement über die Raumverwaltung bis zur konkreten Buchung.

Technischer Einblick: kontrollierte Synchronisation statt Datenkopie

Der Import liest die Daten über die waveware-Schnittstelle in drei Schritten:

  1. Standorte werden geladen und in 3V ROOMS gesucht oder erstellt.
  2. Gebäude werden pro Standort geladen und als untergeordnete Standorte synchronisiert.
  3. Räume werden pro Gebäude geladen und als reservierbare Ressourcen verarbeitet.

Bestehende Daten werden anhand technischer Merkmale wiedererkannt. Standorte und Gebäude werden über externe IDs zugeordnet, Räume über die Ressourcen-Id und den Ressourcentyp Raum. Raum- und Equipmenttypen werden anhand ihrer Bezeichnung innerhalb des jeweiligen Gliederungstyps gepflegt.

Ändert sich eine Bezeichnung in waveware, kann sie in 3V ROOMS aktualisiert und als Änderung gemeldet werden. Wird Equipment nicht mehr für einen Raum geliefert, wird die entsprechende Zuordnung entfernt. Räume, die nicht mehr aus waveware zurückkommen, können nach dem Import deaktiviert werden. Für definierte Ausnahmen lässt sich eine Gliederung konfigurieren, damit bestimmte Räume nicht automatisch deaktiviert werden.

Damit bleibt die Integration kontrolliert: automatisiert genug, um manuellen Aufwand zu reduzieren, aber mit Mechanismen für Betrieb, Benachrichtigung und fachliche Ausnahmen.

Integration als strategischer Vorteil

Softwareintegration wird oft als technische Notwendigkeit betrachtet. In der Praxis ist sie ein Hebel für bessere Services.

Wenn Raumdaten konsistent sind, können Organisationen schneller auf Änderungen reagieren. Neue Räume werden verfügbar, sobald sie fachlich gepflegt sind. Geänderte Kapazitäten oder Ausstattungen fliessen in die Buchungsprozesse ein. Veraltete Informationen verschwinden aus der operativen Nutzung. Teams arbeiten nicht mehr mit parallelen Wahrheiten, sondern mit einer abgestimmten Datenbasis.

Gerade für Organisationen mit einem bestehenden CAFM-System ist diese Verbindung besonders wertvoll: Daten bleiben dort, wo sie fachlich hingehören — und fliessen automatisiert dorthin, wo sie für Buchungen und Services gebraucht werden. Welches CAFM-System eingesetzt wird, ist dabei sekundär. Was zählt, ist das Prinzip: ein führendes System, ein klarer Datenfluss, eine bessere Buchungsqualität.

Für wen dieser Ansatz besonders relevant ist

Dieser Ansatz trifft Organisationen, die bereits mit einem CAFM-System arbeiten und deren Raumdaten bisher nicht automatisch in die Buchungsplattform fliessen — und die das ändern wollen.

Konkret profitieren:

  • Facility Manager, die Raumdaten zentral pflegen und mehrfach nutzbar machen wollen, ohne sie in jedem System doppelt nachzuziehen.
  • Hospitality- und Service-Teams, die verlässliche Informationen für Buchungen, Empfang und Veranstaltungen brauchen.
  • IT- und Applikationsverantwortliche, die stabile, betreibbare Datenflüsse zwischen Fachsystemen etablieren wollen.

Welches CAFM-System konkret im Einsatz ist, lässt sich gemeinsam klären. Wir besprechen gerne, was eine Integration mit 3V ROOMS für Ihre Situation bedeuten würde — kontaktieren Sie uns unter microfast.ch.

Fazit

Die BFH waveware Integration zeigt, wie wertvoll sauber verbundene Systeme im Alltag sind. waveware bleibt das führende System für Infrastruktur- und Gebäudedaten. 3V ROOMS nutzt diese Daten für Buchung, Suche, Planung und operative Services.

Das Ergebnis ist eine robustere Datenbasis, weniger manuelle Pflege, bessere Transparenz und ein spürbar besseres Erlebnis für alle, die Räume bereitstellen, buchen oder betreuen.

Gute Integration macht Software nicht komplizierter. Sie macht Arbeit einfacher.

Mit der Integration von waveware nach 3V ROOMS haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer durchgängigen und zukunftsfähigen Raumverwaltung gemacht. Unsere Raum-, Gebäude- und Ausstattungsdaten werden heute zentral in waveware gepflegt und automatisiert dort bereitgestellt, wo sie im Alltag tatsächlich benötigt werden. Dadurch konnten wir nicht nur den manuellen Pflegeaufwand deutlich reduzieren, sondern auch die Qualität und Aktualität der Informationen für unsere Mitarbeitenden und Studierenden spürbar verbessern. Besonders wertvoll ist für uns, dass Raumänderungen, Kapazitäten und Ausstattungsinformationen zuverlässig und zeitnah in den Buchungsprozessen verfügbar sind. Dies schafft Transparenz, reduziert Rückfragen und erleichtert die tägliche Arbeit sowohl für unsere Raummanagement-Teams als auch für die Nutzerinnen und Nutzer von 3V ROOMS. Die Zusammenarbeit mit der microfast AG haben wir stets als partnerschaftlich und lösungsorientiert erlebt. Unsere Anforderungen wurden verstanden, Herausforderungen pragmatisch angegangen und die Integration erfolgreich in unsere bestehende Systemlandschaft eingebettet. Das Ergebnis ist eine robuste Lösung, die unsere Prozesse vereinfacht, die Datenqualität erhöht und einen nachhaltigen Mehrwert für die gesamte Organisation schafft.

— Anja Heger, Product Owner Berner Fachhochschule (BFH)

Tobias Joder
[Autor]

Tobias Joder

Vision Driver | Project Coordinator | Gimmick Master

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